Vor welchem Traumleben versteckst du dich noch?!

Wie wir die wahren Gründe für unsere Ängste erkennen und lösen

In den letzten Wochen ist in meinem Leben so einiges passiert! Nach zwei Wochen in Berlin bei der NLP Ausbildung konnte ich, wieder zuhause angekommen, gerade einmal einkaufen gehen und die Wohnung putzen, und schon kamen die ersten Gründungsmitglieder zu unserem Gründungstreffen. Einige Tage später, Anfang August, haben wir so unseren Trägerverein für das neue, kostenfreie Schulsystem gegründet und sind nun in den Vorbereitungen für die ersten Projekte und Aktionen, und natürlich der Gründung unserer ersten Schulen. Vor zwei Wochen dann, hatte ich den ersten Call mit den anderen beiden Vorständen und in dem Moment wurde mir zum ersten Mal wirklich bewusst, welche Rolle ich nun eingenommen hatte und dass ich keine Ahnung davon hatte, wie ich dieses Unternehmen führen möchte. Es hat mir Angst gemacht, dieser Rolle womöglich noch nicht gerecht werden zu können, gleichzeitig wusste ich aber, dass es nur von mir abhängt, ob und wie schnell wir unsere Ziele und Visionen umsetzen,

leben und erreichen.

 

Es waren zwei Tage seit der Gründung vergangen, als etwas in meinem Leben passierte, ich jemanden verlor, mit dem ich tief verbunden war. Ich habe in meinem Leben noch nie einen vergleichbaren emotionalen Schmerz erlebt.

In den ersten Tagen habe ich sehr viel geweint und mir diese Zeit gegeben, um loszulassen. Ich glaube fest daran, dass alles in unserem Leben einen Grund hat und so habe ich keine Herausforderung mehr damit, Dinge zu akzeptieren, anzunehmen und für die Erfahrungen dankbar zu sein, ja sie sogar dafür zu lieben. Und ich konnte so

unglaublich viel aus genau diesen Tiefen Erfahrungen lernen. Gleichzeitig ist eben das vollkommene Erfahren und Lernen nur möglich, wenn wir in diesem Moment, in dem wir etwas erleben und spüren, das Gefühl auch ansehen und ihm den Raum geben, den es

gerade einnehmen möchte, und dazu gehörte es in meiner Welt in diesem Moment auch, Schmerz zuzulassen und ihn zu fühlen.

 

Es gibt Dinge in unserem Leben, die passieren im Moment, worauf wir selbst manchmal keinen Einfluss haben. Und genau dieser Moment darf auch als das empfunden werden, was er gerade für uns ist, was wir fühlen, traurig, schwer, eng. Dieser Moment jedoch, in dem wir eine für uns schlimme, belastende Erfahrung machen, geschieht nur in einem Moment. Er hält von selbst nicht noch darüber hinaus an, sondern passiert, Punkt. Was passiert, das passiert neutral betrachtet in nur einer bestimmten Zeitspanne und wir selbst sind die einzigen, die entscheiden, wie lange wir diesen Augenblick ausdehnen und in unserer Erfahrung des Jetzt aufrecht erhalten wollen und unser Denken, Fühlen, Handeln, unser gesamtes Leben und Erleben davon beeinflussen, oder sogar bestimmen lassen wollen.

 

Während dieser Tage war mir sehr bewusst, ich möchte das Thema loslassen, um danach die vollkommen klare Sicht und den Fokus darauf zu haben, was wirklich Realität meines Lebens ist und mich nicht vor meiner Zukunft verstecken, gleichzeitig aber ohne etwas wegzuschieben, was gerade da ist und gefühlt werden möchte. Und ich spürte noch etwas, dass ich diese Angst vor dem, was nun auf mich warten würde, wenn ich in meiner neuen Rolle als Führungskraft mit voller Energie ins Erschaffen gehe, die Angst davor zu versagen, andere und mich selbst zu enttäuschen, davor, wie sich mein Leben verändern wird, wenn all das wahr wird und noch so viele kleine, subtile aber vorhandene Ängste mehr. Ich wusste, dass ich diese Geschichte des Verlustes nutzen könnte, um eine Ausrede für mich selbst zu haben, um nicht alles zu geben, sondern zu kneifen und mich zu verkriechen, und Drama war sehr viele Jahre mein Muster, um Herausforderungen nicht anzugehen.

 

Das ist wie ein kleines Paket, welches wir mit uns herumtragen können, um es dann in anderen Situationen zu benutzen und nach außen hin als Auslöser zu präsentieren, für Gefühle, die wir fühlen, für Gedanken, die wir denken, oder für Handlungen, die wir erschaffen, Dinge, die schiefgelaufen sind, Reaktionen von uns, die wir bereuen. Einfach nur, um nicht dem wahren Grund ins Auge blicken zu müssen, denn wenn wir uns selbst eingestehen, was der wahre Grund für unsere momentane Situation ist, übernehmen wir ja wieder die Verantwortung für unser Leben und eben auch unsere Gefühle, unsere Unzufriedenheit und wissen, dass wir es selbst in der Hand haben, ob der Zustand so bleibt, oder ob wir ihn verändern. Ehrlich zu uns selbst zu sein, ist häufig die größte Herausforderung aber es birgt gleichzeitig auch unser größtes Potenzial für ein richtig geiles Leben!

 

Diese Ängste, die uns hemmen und häufig davon abhalten, kennen wir vermutlich alle, die Angst vor dem Unbekannten, Angst vor dem Verlust unserer Kontrolle (aber wenn du Angst hast, welche Kontrolle besitzt du dann noch?!), Angst vor der Veränderung, die eintreten wird, wenn wir unser volles Potenzial nutzen, wir haben Angst vor so vielem. Das Großartige ist, sobald wir uns unserer Angst bewusst werden, haben wir die Wahl, ob wir uns unsere Geschichten weiterhin erzählen und die Angst so mit jedem unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen füttern, oder ob wir neu wählen. Denn sobald wir uns der Angst bewusst sind, verliert sie sofort an Energie, Angst kann nur in Unbewusstheit entstehen und erhalten werden.

 

Der Grund, weshalb ich dir das erzähle ist, dass sich genau dieses Muster nun bei all den Coachees und Mentees der letzten Wochen als Grund dafür herausgestellt hat, weshalb sie unter ihren Möglichkeiten leben.

Ich für mich habe mich entschieden, dieses Muster zu durchbrechen, habe wieder angefangen, meine Morgenroutine zu leben, die mir so viel Energie schenkt und mich mit einem Gefühl von Verbundenheit, Liebe, Freude und Dankbarkeit in den Tag starten lässt. Ich habe mich entschieden, die Augen zu öffnen und die Herausforderungen anzunehmen und ihnen mit Freude zu begegnen, habe Klarheit geschaffen, gelesen, gelernt, bis ich nun sehr viel genauer einschätzen kann, was die nächsten Schritte sind und wie wir sie als Team erreichen.

 

Du kannst dich also beim nächsten Mal, wenn du eine Geschichte deiner Vergangenheit als den Grund für deine Gefühle, Gedanken oder Handlungen in diesem Moment nutzt, fragen, welche Angst wirklich dahinter steckt und was es in diesem Moment ist, was sie auslöst. Warum versuchst du, dir das einzureden? Was ist es, was du eigentlich willst? Was ist es, was du eben nicht willst?

 

Nur solange wir die Angst nicht sehen wollen, können wir am Glauben daran festhalten, sie könnte existieren und womöglich sogar wahr sein. Angst hat nie die Kontrolle über uns. Wir haben aber die Wahl, sie einzuladen, ihr ein Zuhause zu geben und sie zu füttern und so wachsen zu lassen. Sie sitzt dann wie in einem dunklen Raum, in dem

wir sie nicht sehen können, sie nur spüren und uns einreden, wir schmeißen einfach so Futter in diesen selbst erschaffenen Raum, ohne zu wissen, was sich darin befindet und warum wir es machen.

 

Denn sobald wir das Licht anknipsen sehen wir, wovor wir weglaufen und sobald wir unsere Angst erkennen, können wir uns nur noch schwer selbst belügen. Daher sind unbewusste Verhaltensweisen unsere Rettung vor einer großartigen Zukunft. So etwas, wie Serien schauen, massenweise essen, exzessiv Sport treiben, viel schlafen, usw. All das können wir nutzen, um uns abzuschalten und das Licht zu dämmen, um hoffentlich irgendwann nicht nur nicht mehr sehen zu können, sondern auch das Gefühl zu überdecken. Ich finde es so faszinierend, wie wir funktionieren und ich kenne das nur zu gut von mir selbst. Schwierig wird es nur, wenn du dir dessen immer schneller bewusst bist, denn dann ist es fast unmöglich, sich für die Angst, und gegen ein großartiges Leben zu entscheiden!;) Und außerhalb der Angst, der Komfortzone, da liegen neue und unbegrenzte Welten und viele neue Erfahrungen, die gelebt und erfahren werden wollen!

 

Wir haben also in jedem Moment die Wahl, wie bewusst wir uns selbst sein wollen und jeder von uns kennt seine Verhaltensweisen, Mittel und Wege, um sich selbst abzuschalten, oder auch aufzuwecken. Du triffst in jeder Sekunde die Wahl, in welcher Realität du leben möchtest.

 

Ich wünsche dir einen wundervollen, großartigen Tag!

 

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Augenblick, in dem du dich fragen möchtest, vor welchem Traumleben du eigentlich wegläufst und welche Geschichten du bis zu diesem Moment als Ausrede nutzt. Vielleicht ist heute der Tag gekommen, um sie loszulassen, das Licht anzuknipsen und deine Angst zu sehen und sie gehen zu lassen. Du hast die Wahl.

 

Alles Liebe

Deine Katharina

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