Wie unsere Realität entsteht

Heute möchte ich einmal mit dir in die Entstehung unserer eigenen Identität eintauchen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sobald wir erkennen, wer oder was unsere Identität, und damit unsere Realität erschafft, erkennen wir, wer wir in Wahrheit sind und sein möchten und können uns unsere eigene Realität erschaffen. Ich werde mit dir zwei sehr kraftvolle, wirkungsvolle und unglaublich schnelle Wege teilen, um ungeliebte Verhaltens- und Denkmuster zu lösen und in neue, kraftvolle zu transformieren, sodass du dich in der höchsten Vorstellung von dir selbst erleben kannst.

 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

 

Stell dir einmal vor, du bist im Bauch deiner Mutter. Du schwimmst in deiner Blase, in der du geschützt bist, in der es immer angenehm warm ist. Du wirst jederzeit mit Nahrung, mit Energie versorgt, ohne selbst irgendetwas dafür machen zu müssen, du kannst einfach entspannen und sein. Aber wer bist du?

 

Du hast keinen Namen, keine Interessen, keine Schwächen und Stärken, keine Freunde und keine Familie, keine Identität. Aber trotzdem bist du da.

 

Ob es noch etwas anderes gibt, ein Leben nach der Geburt, das weißt du nicht. Du kannst Begrenzungen spüren, aber weißt du, dass du ein gesamter Organismus in einem anderen bist? Weißt du, was zu dir gehört, und was zu deiner Mama? Wo du anfängst und wo du aufhörst? Was existiert überhaupt in deiner eigenen Realität?

 

Irgendwann aber, erblickst du das Tageslicht zum ersten Mal. Du wirst gedrückt und gezogen, alles ist eng. Dann wird es hell und auf einmal schrecklich kalt. Dann spürst du Berührungen, du wirst hochgehoben, abgerubbelt und die letzte physische Verbindung zu deiner Mutter wird getrennt. Und so lernst du nach und nach, was zu dir gehört und was nicht. Du spürst Berührungen deiner physischen Existenz, lernst, dass du einen Körper hast. Aber bist du auch dieser Körper? Du bekommst einen Namen, laute, die deine Eltern immer wiederholen, aber bist du auch dieser Name?

 

Es ist ein bisschen so wie ein Haus, das wir beziehen, das ja auch einer Straße zugeordnet ist und eine Nummer besitzt. Trotz alledem ist unser Haus einfach nur ein Haus, das einer Nummer zugeordnet ist und in einer Straße steht, es ist aber nicht die Nummer und auch nicht die Straße. Wenn wir also nicht dieser Körper und dieser Name sind, was sind wir dann?

 

Sind wir das Bewusstsein, das all das wahrnimmt?

 

Wer bist du? Wer bist du wirklich? Mit was hast du dich bislang identifiziert?

 

Innerhalb unseres ersten Lebensjahrs können wir Studien zufolge noch nicht zwischen uns und unserer Mutter unterscheiden. Wir sind in einem wir-Bewusstsein und kennen keine Grenzen zwischen uns und unserer Umwelt. Wir erleben die Welt in ihrem vollen Umfang, bewertungsfrei und rein.

 

Und auch bis zum dritten Lebensjahr, erkennen sich Kinder meist noch nicht selbst im Spiegel. Sie lernen zwar, mit dem Körper umzugehen, den sie nun bewohnen, identifizieren sich jedoch noch nicht mit ihm. Bis zu unserem dritten Lebensjahr leben wir also noch im Bewusstsein unseres Selbst, in unserem göttlichen Bewusstsein, wer oder was wir in Wahrheit sind.

 

Nach unserer Geburt lernen wir also zuerst einmal die Welt kennen, in der wir nun leben. Wir erfahren nach und nach die Trennung und die Individualität, die unsere Dualität mit sich bringt. Lernen uns als getrenntes Wesen kennen, was einen Anfang und ein Ende hat. Bisher waren wir das reine Bewusstsein, alles, was existiert, mit allem verbunden. Wir waren die Quelle und uns dessen bewusst. Auf einmal aber, sind wir anders. Wir bekommen Teile, die um ein Vielfaches niedriger schwingen, die dichter sind. Wir sind nicht mehr grenzenlos und weit, sondern wir sind begrenzt und dicht. Je mehr wir uns mit unserer Identität auf Erden identifizieren, mit unserem Körper und den Stärken und Schwächen, unserer Realität des Möglichen und des Unmöglichen, desto mehr komprimiert sich auch unser Bewusstsein und passt sich unserer neuen Realität an.

 

Je mehr wir diese neue Realität kennenlernen, desto mehr entwickelt sich nach und nach eine zweite Stimme. Das Ich.

 

Wir lernen, dass wir nun einen Namen haben, der uns von anderen unterscheiden soll. Wir lernen, dass wir einen Körper „besitzen“, der uns von der Umwelt abtrennt. Wir wollen leben, erleben, Spaß haben, und bekommen Grenzen gesetzt. „Nicht die Herdplatte anfassen!“, „An der Straße gehst du nur an meiner Hand!“, „Diese Schublade ist für dich tabu!“

 

Wir lernen, dass wir, wenn wir bestimmte Dinge machen gelobt werden, aber für andere bestraft. Wir lernen, dass wir vor bestimmten Menschen oder Situation Angst haben sollen, und Anderen wiederum vertrauen können. Wir erkennen, dass es in dieser Welt ein Gut und ein Schlecht gibt, ein Richtig und ein Falsch. Wir lernen, dass wir gut sein sollen, weil man uns dann Liebe schenkt. Wir sehen, dass nichts grenzenlos und bedingungslos vorhanden ist, und wir es uns erarbeiten müssen, etwas leisten müssen, um etwas zu bekommen. Je härter der Weg ist, desto mehr Wert wird dem Ergebnis beigemessen. Das pure Sein zählt nicht. Man liebt einen Menschen nur, wenn er etwas macht, was uns gefällt. Das ist nicht die Art von Liebe, die wir in Wahrheit kennen.

 

Aber nun verstehen wir, hier kommen wir mit diesem Bewusstsein nicht weiter. Zum ersten Mal trennen wir uns davon ab und lassen die Dualität nach und nach in unser Leben. Wir denken, wenn wir hier überleben wollen, dann müssen wir uns anpassen und von denen lernen, die es geschafft haben und scheinbar wissen, wie Leben funktioniert. Also vertrauen wir auf alles, was uns unsere Vorbilder, wie Eltern, Geschwister, oder auch Erzieher und Lehrer sagen.

 

Ganz besonders innerhalb unserer ersten sechs Lebensjahre saugen wir so alle Erfahrungen und Erlebnisse wie ein Staubsauger auf, und speichern sie ab. Mit jeder einzelnen Erfahrung, die wir machen, erschaffen wir so Tag für Tag eine neue Ich-Identität. Wir bekommen einen Namen, sehen unseren Körper, fangen an uns zu vergleichen, uns selbst einzuordnen, beginnen unsere Persönlichkeit zu erschaffen und so ein Bild von uns zu erstellen, mit dem wir uns fortan identifizieren.

 

Mit was identifizierst du dich? Bist du das wirklich?

 

Im Thetahealing, sowie in der Kinesiologie arbeitet man mit den 4 Glaubensebenen, die unsere Realität erschaffen und bilden.

 

Da gibt es einmal unsere Mentalebene, auf der unsere Glaubenssätze dessen liegen, was richtig und was falsch ist, möglich und unmöglich, gut böse, usw. Es sind die inneren Überzeugungen, die wir innerhalb unserer ersten Lebensjahre angekommen haben.

 

Die nächste Ebene ist die Genetische Ebene. Es sind die Glaubenssätze, die wir, übrigens wissenschaftlich erwiesen, von den letzten sieben Generationen unserer Vorfahren übernommen haben, und die noch immer in unserer DNA gespeichert sind und uns unbewusst steuern.

 

Die dritte Ebene bildet die historische Ebene, auf der Erinnerungen aller vergangenen Leben und Erfahrungen liegen und uns ebenso unbewusst steuern.

 

Und die vierte und letzte Ebene ist die Seelenebene. Es sind die Informationen, die in unserem Herzen als Identität, als ich bin, gespeichert sind.

 

Unsere Identität, wir, sind also erst einmal ein bunt gemischter Cocktail aus unterschiedlichen Realitäten. Aber wer bist du, was ist deine eigene Realität, die du erfahren möchtest?

 

Jahrelang dachte nämlich die Wissenschaft, Gene könne man nicht verändern. Nun wurde aber herausgefunden, dass wir genau das ständig machen und jegliche Überzeugungen transformiert und verändert werden können. Sobald wir sie nämlich erkennen, können wir sie auflösen und neue, uns dienliche Überzeugungen programmieren. Unsere Zellen erneuern sich dauerhaft. Alle 7 Jahre erneuert sich unser gesamter Körper. Solange wir nach unseren alten Überzeugungen handeln, ist es so, dass sich diese immer wieder bestätigen und so die Zellinformationen fortlaufend auf die neuen übertragen werden. Sobald wir aber neue Erfahrungen kreieren, erschaffen wir neue Informationen in unserem Feld und haben so die Möglichkeit, alte Programmierungen gegen neue stärkende, kraftvolle Überzeugungen zu tauschen, unsere Zellen umzuprogrammieren und so nach und nach auch unbewusst nach unseren eigenen, selbst gewählt und erschaffenen Überzeugungen zu leben.

 

Wie gesagt, kann das einerseits durch das Erkennen der Überzeugung und einem neuen Gedanken und einer neuen darauffolgenden Handlung passieren. An manche kommen wir jedoch schwer selbst heran, da sie so tief, oder so weit zurückliegen, dass wir sie allein nicht finden können. Daher gibt es auch hier für jeden den passenden Weg. Für mich hat sich die Kinesiologie, Familienaufstellungen und Thetahealing als extrem wirkungsvoll herausgestellt, weshalb ich auch größtenteils, geht es um die Arbeit mit unserem Unterbewusstsein, mit diesen Methoden arbeite.

 

Bevor du aber nun das Gefühl hast, das bekomme ich ja nie hin, eine lebensfüllende Aufgabe, kann ich dich beruhigen. All das ist unsere Identität, mit der wir gelernt haben, uns zu identifizieren. Es gibt aber auch einige viel schnellere und einfachere Wege und davon möchte ich heute gern zwei mit dir teilen.

 

Eine Möglichkeit ist es, dass du dir klar darüber wirst, wer du eigentlich sein möchtest. Das Spannende dabei ist nämlich, dass unser tiefster Herzenswunsch der Person, die wir gern sein wollen, auch ist, wer wir in Wahrheit sind. Wir können uns eine eigene, neue Identität erschaffen. Du hast ja nun gesehen, dass wir selbst nicht so sind wie wir sind, sondern unsere Identität von anderen übernehmen, sie nach und nach erschaffen. Solange wir uns damit identifizieren, ist es nicht möglich, andere Gedanken, Gefühle und Handlungen zu erschaffen. Daher liegt der Schlüssel bei diesem Weg darin, dass du dir deine eigene Identität kreierst, die höchste Form der Vorstellung von dir selbst. Und da ist es wichtig, sehr tief zu gehen. Erkenne, was die Werte sind, nach den du leben möchtest. Wie möchtest du über dich denken, wie über andere? Wie möchtest du dich fühlen? Wie möchtest du dich ausdrücken, also das, was du bist zum Ausdruck bringen, Handlungen erschaffen, die dir deine neue Identität bestätigen und sie so immer mehr zu deiner neuen Realität werden lassen? Lebe danach, bringe dein neues Ich zum Ausdruck und du wirst zu der Person, die du sein möchtest, die du in Wahrheit bereits bist!

 

Eine weitere Möglichkeit ist es, unser Bewusstsein zu erweitern und zu unserem Ursprung zurückzukehren. Das ist nun einer der anspruchsvollsten Wege, aber sobald du das einmal geschafft hast, bist du wahrhaft frei, weil du dann in jeder Sekunde wählen kannst, als was du dich erfahren möchtest. Sobald wir uns nämich nicht mehr mit unserer Identität auf der Erde identifizieren, sondern uns selbst als reines Bewusstsein wahrnehmen, was jederzeit wählen kann und nach der höchsten Vorstellung von sich selbst denkt, fühlt und handelt, sind wir grenzenlos. Dazu muss ich aber sagen, dass das wirklich ein Zustand ist, in den wir reinwachsen können. Ich möchte dich zwar jetzt nicht begrenzen, indem ich sage, dass es nicht einfach ist, ihn zu erreichen, gleichzeitig auch nicht demotivieren, indem ich sage, ist ganz easy, und du schaffst es vielleicht nicht. Hab Geduld mit dir, beide Wege können wir sehr gut kombinieren und irgendwann werden sie von ganz allein ineinander übergehen. Ich möchte nur, dass du wirklich verstehst, dass es bei alledem nicht darum geht, eine vollkommen neue Person zu werden und sich zu verändern, sondern ganz im Gegenteil, die Person freizulegen, die wir in Wahrheit sind und die unter all den Begrenzungen, Glaubenssätzen und inneren Überzeugungen ihrer Familie, ihrer prägenden Erfahrungen, und der Gesellschaft liegt. Nämlich du.

 

Ich wünsche dir ganz viel Freude dabei!

Deine Katharina

 

Ps: Die nächste Familienaufstellung findet am 20.04. in der Traumschmiede in Klein Flöthe statt. Ich freue mich darauf, dich dort zu sehen!:) Alle Infos findest du hier.

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